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Save the date: Symposium der Papieringenieure am 20./21. Oktober 2017

Mit Innovationen in die Zukunft von Papier Symposium der Papieringenieure
20. / 21. Oktober 2017
TU Darmstadt – Altes Maschinenhaus

Welche Zukunft hat Papier? Welche innovativen Anwendungsfelder ergeben sich
für faserbasierte Werkstoffe? Erfahren Sie, wie die Papierindustrie und deren Zuliefer- industrie den Transformationsprozess gestalten und sich den Anforderungen in neuen Märkten stellen.

Nutzen Sie diese Plattform nicht nur für den Wissens- und Erfahrungsaustausch, sondern auch um mehr über den aktuellen Stand der Technik, spannende Entwick- lungen im Forschungsbereich, zukünftige Trends und marktpolitische Aspekte zu erfahren.

Referenten werden Innovationen und neue Erkenntnisse beim Faserrohstoff, bei der Papierherstellung und bei Druck / Veredlung / Weiterverarbeitung vermitteln. Zugesagt haben unter anderen: TU Dresden – TU Darmstadt – Hochschule München –Pöyry – Voith – Valmet – Neenah Gessner – Felix Schoeller. In einer Key Note Speech wird sich Prof. Key Pousttchi auf die Digitale Transformation fokussieren.

Veranstaltungsprogramm

Freitag, der 20. Oktober 2017, steht ganz im Zeichen der Vortragsreihe
„Next 2 Paper – Mit Innovationen in die Zukunft von Papier“ und wird im Alten Maschinenhaus der TU Darmstadt, Magdalenenstr. 12, stattfinden.

Der Abend klingt mit dem Gesellschaftsabend im Maritim-Hotel, Darmstadt, Rheinstr. 105, aus.

Am Samstag, den 21. Oktober 2017, finden die Mitgliederversammlungen des VPM, des APV Dresden und des APV Darmstadt statt.

Berichte der HS München – Studiengang Papiertechnik und Verpackungstechnik, der TU Dresden – Studienrichtung Holztechnik und Faserwerkstofftechnik und der TU Darmstadt – Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik, sowie Studentenvorträge runden das Tagungsprogramm ab.

Am Samstagabend findet der traditionelle Ballabend statt.

Neues Portal zum Symposium 2017 geht am 5. Juni 2017 online

Unser bestehendes, flexibles Anmeldesystem, das 2016 gute Dienste geleistet hat, ist mit den hinzugekommenen Anforderungen an seine Grenzen gestossen. Deshalb und auch um die Organisation des Symposiums für Papieringenieure, mit rund 400 Teilnehmern professionell bewältigen zu können, wird es dieses Jahr spannend: es gibt eine neue Webseite für die Anmeldung, die weitere Funktionen für Organisator und Teilnehmer bietet.

Am 5. Juni ist es soweit: dann können sich Mitglieder, Nichtmitglieder, Studenten, Rentner,  Sponsoren und Begleitpersonen für alle Veranstaltungen anmelden und erhalten eine entsprechende Anmeldebestätigung. Die endgültige Rechnung erstellt nach wie vor unsere Geschäftsstelle.

Sie möchten Ihre Anmeldung ändern oder ganz absagen? Auch das geht über das Portal. Weitere Möglichkeiten bietet sich dem Teilnehmer, wenn er mit seinen Login-Daten hinter die Kulissen schaut.

Lassen Sie sich überraschen und geben Sie uns Ihr Feedback. Wie das diesjährige Thema wollen wir auch in dieser Hinsicht für Sie innovativ sein!

Wir freuen uns, Sie im Oktober in Darmstadt begrüßen zu dürfen!

Link zum Online-Portal >>

Zum 3. Todestag: Gerhard Lambrecht erinnert an Gottfried Schweizer 

Prof. i.R. DI Dr. techn. et Mag. Dr. phil. Gottfried Schweizer 

1927 ‐ 2014

Gottfried Schweizer war ein lebensfroher Mensch. Umso erschütternder war es, ihn im Sommer 2014 während seiner letzten Lebenswochen in seinem Grünwalder Pflegeheim zu erleben. Körperlich extrem geschwächt, konnte er nur mit grösster Anstrengung verständlich kommunizieren – doch sein Geist war bis zuletzt hellwach und er war sich über seine Situation völlig im Klaren. Wenige Wochen nach seinem 87. Geburtstag erlag er einer besonders heimtückischen Form des Krebsleidens. Wir dürfen also davon ausgehen, dass sein Tod für ihn erlösend war.

Aus einer Frohnleitener Papierfabrikantenfamilie stammend, nahm er im nahegelegenen Graz das Studium der Chemie auf und schloss es mit einer Promotion ab. Nach einer ersten Tätigkeit in der oberbayerischen Zellstoff‐ und Papierindustrie wechselte er 1962 als Dozent in den Papierbereich des damaligen Oskar‐von‐Miller Polytechnikums in München (der späteren FH München).

Die etwa Mitte der sechziger Jahre einsetzenden Studentenunruhen bewirkten ‐ nahezu unvermeidbar ‐ eine Entfremdung zwischen Lehrkörper und Studenten. Vor diesem Hintergrund konnte keine persönliche Nähe zwischen Dozenten und Studenten entstehen; dies schmerzte Gottfried Schweizer, denn es widersprach völlig seiner Natur.

Mit den Zielen der Ingenieurstudenten identifizierte er sich und brachte dies in der ihm eigenen klaren Sprache unmissverständlich und öffentlich zum Ausdruck; ihre Aktionen unterstützte er nach Kräften, obwohl dies seiner Karriere hätte schaden können ‐ galt er doch als designierter Nachfolger des 1970 in den Ruhestand gegangenen Leiters des Papierbereichs am Polytechnikum. Wissenschaftlich befasste er sich schwerpunktmässig mit der seinerzeit neuen und weitestgehend unbekannten Flotationsdeinking‐Technologie und insbesondere mit der Bleiche des deinkten Altpapierstoffs.

Auch nach seiner Pensionierung verfolgte er mit grossem Interesse die Veränderungen an den Hochschulen und liess an seiner sehr kritischen Haltung gegenüber dem „Bologna‐Prozess“ nicht den geringsten Zweifel aufkommen; damit hat er sich nicht nur Freunde gemacht.

Das im Ruhestand aufgenommene und ebenfalls mit einer Promotion abgeschlossene Zweitstudium der Geschichte liess ihn aufblühen. Während einer von seiner Ehefrau Bożena und ihm für einige seiner früheren Münchener Studenten organisierten Exkursion durch die Südsteiermark begeisterte er die Teilnehmer mit einer packenden Schilderung der Geschichte seiner geliebten steirischen Heimat. Bei diesem Anlass entwickelten sich dann auch freundschaftliche Beziehungen seiner ehemaligen Schüler zum Ehepaar Schweizer.

Seine musischen Neigungen lebte Gottfried Schweizer in dem von ihm aktiv ausgeübten Geigenspiel aus und wirkte auch in einem Orchester mit. Ausserdem war er passionierter Naturliebhaber und Jäger. So war es kein Zufall, dass er während vieler Jahre die Sommermonate gemeinsam mit seiner Ehefrau in seinem hoch in den Bergen gelegenen Jagdhaus verbrachte.

Anlässlich seines 90. Geburtstags (9. Juli) und 3. Todestags (11. August) gedenken wir unseres leidenschaftlichen Lehrers und guten Freundes Prof. Dr. Gottfried Schweizer in grosser Dankbarkeit.

gerhard.lambrecht@erma‐concepts.com (Studienzeit 1966 – 1970)